Auf anderen Wegen

Samstag, 09.06.2018 Und wieder Schafe

Guten Morgen, meine Lieben. Draußen regnet es (endlich) und es ist der ideale Morgen um mit einem Kaffee im Bett zu sitzen und euch ein Update zu geben. Troy ist schon losgefahren um ein paar Freunde bei einem Autorennen anzufeuern, aber bei Regen und 18° kann ich mir schöneres vorstellen, als im Matsch mit einer Horde Männer zu campen. Also bin ich hier auf der Farm fürs dogsitting eingeteilt und bin froh, der Familie hier so etwas für das kostenlose wohnen zurückgeben zu können. Als kleines Bonus stand neben dem Futter noch eine Flasche Henkell trocken für mich. Ein Stück Heimat in Australien (hier nur locker für den fünffachen Preis).

Die letzten Wochen auf der Farm waren sehr anstrengend. Sowohl körperlich als auch mental. Die Temperaturen sind zwar gesunken und wir haben meist angenehme 20°, aber eine sehr unangenehme Aufgabe war zu erfüllen. Markieren und kastrieren/kupieren der Lämmer. Dafür werden alle Schafe zusammen getrieben und Mütter und Lämmer getrennt. Ich und zwei andere Backpacker waren dafür zuständig, die Lämmer zu fangen und auf eine Art Metall-Karussell zu schnallen. Dafür werden die hinteren Beine in metallene Bügel eingeklemmt. Dann gibt es drei verschiedene Stationen: an einer wird geimpft, an einer eine Ohrmarke ins eine Ohr geschossen und ein Loch aus dem anderen Ohr ausgestanzt und an einer ein enger Ring um den Schwanz und bei Böcken um die Hoden gelegt, damit diese durch fehlende Durchblutung absterben. Ich möchte hier gar nicht weiter darauf eingehen, wie Lämmer Schmerzen äußern. Nur so viel: ich habe in Australien Fleisch gegessen, weil die Haltung der Tiere hier einfach unheimlich offen und großzügig ist. Jetzt esse ich wieder keins mehr. Ich habe lange mit mir gerungen ob ich darüber schreiben sollte oder nicht. Vor allem, weil es mich sehr belastet hat, Teil dieses Procederes zu sein. Aber ich habe mich dafür entschieden ehrlich mit euch zu sein. Auf jeden Fall hat mich diese Aufgabe darin bestätigt, dass meine Zukunft nicht in der Landwirtschaft mit Tieren liegt.

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Samstag, 05.05.2018 2 Jahre!!

Meine Lieben, es klingt unglaublich, aber heute ist mein letzter Tag auf meinem Working Holiday Visum. Mit dem morgigen Tag gelte ich als australischer Resident auf Vorbehalt, werde besteuert wie Australier und darf so lange an einem Ort arbeiten wie ich will. Zumindest bis eine Entscheidung über das Partner Visum gemacht wird. Das Bridging Visa greift automatisch, wenn mein anderes Visum ausläuft. Letzten Dienstag hatte ich dann auch die medizinische Untersuchung, die für meinen Antrag erforderlich ist. Drei Stunden Autofahrt nach Wagga Wagga (platter Reifen auf der Fahrt inklusive), stundenlang warten, fünf Minuten einen Arzt sehen, Thorax Röntgen und fertig. Der ganze Spaß hat mich dann so um die 800$ gekostet, wenn man Reifen und Verdienstausfall mitrechnet, aber es hilft ja nichts. Wenigstens war ich noch mal in wieder großen Stadt und hatte die Gelegenheit den großen Aldi zu stürmen und mich mit ein paar deutschen Sachen einzudecken, die unser Aldi hier in Griffith nicht führt. Und Troy's Geburtstagsgeschenk konnte ich auch organisieren. Also auch diese Seite hat was positives! Jetzt stehen nur noch polizeiliche Führungszeugnisse für beide Länder aus und dann hoffe ich, dass langsam alles geregelt ist. 

Gestern Abend hatten wir ein Barbecue in unserem Haus geplant. Hauptsächlich als Abschiedsparty für zwei meiner Kollegen. Leider musste Troy fast alles allein vorbereiten, weil nach Tagen von stick picking nun plötzlich unglaublich viel wichtiges für mich auf der Farm zu tun war. Ursprünglich hatte ich geplant, freitags früher zu gehen. Im Endeffekt hat Jon mich nur heim geschickt, weil er wusste, dass wir Gäste bekommen. Alle anderen haben bis 19:30 gearbeitet. Super Party, bis 20:30 waren Troy und ich alleine mit meinem Senior Chef und der Familie von seiner Farm. Die fünf Backpacker von unserer Farm kamen irgendwann fix und fertig und sind verständlicherweise nicht sehr gesprächig gewesen. Aber alle waren happy mit dem Essen und es war zumindest eine gemütliche Runde am Lagerfeuer. Wir waren dann auch ganz verwegen erst um Mitternacht im Bett. Das erste mal seit langem!! Wach war ich heute trotzdem wieder um 6:30, aber alles in allem war es ein schöner Abend. Nur meine deutschen Freunde und Familie haben mir gefehlt. Dafür habe ich aber ein Paket voller Liebe am Donnerstag erhalten. Mit essentiellen Dingen wie Curry-Ketchup und Bratensauce!! Und eine deutsche Karte mehr, die an unserem Kühlschrank hängt! Es ist immer schön, was von Zuhause zu hören!

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Freitag, 20.04.2018 Auf anderen Wegen?

Als ich in Deutschland zu Besuch war, haben mich viele Leute gefragt, wie lange ich meinen Blog eigentlich noch führen will. Das kann ich ja nicht mein Leben lang machen. Wie euch schon aufgefallen ist, werden meine Einträge weniger. Ich habe einfach nicht mehr so viel neues zu erzählen. Ich reise nicht mehr so viel. Mein Leben dreht sich weniger um Abenteuer als darum, alle Herausforderungen zu bewältigen um mein Leben mit Troy leben zu können. Ist der Name für meinen Blog überhaupt noch richtig? Auf anderen Wegen, eigentlich bin ich inzwischen auf DEM Weg. Ich habe meinen gefunden und der Grund, warum ich vor fast zwei Jahren aufgebrochen bin, hat sich erfüllt. Ich bin glücklich geworden. “Ich weiß jetzt was ich will, ich geh jetzt endlich los, mein Weg wird ziemlich weit sein, denn die Welt ist ziemlich groß.“ das war mein Motto vor zwei Jahren.

Meine Entscheidung für ein Leben in Australien war damals nicht absehbar. Ich wollte einfach nur weg von meinem Hamsterrad, rein in ein Abenteuer. Mich selbst finden und erproben. Mein Glück ist hier, aber der Weg dein ich gewählt habe verursacht, dass ich für den Rest meines Lebens etwas wichtiges vermissen werde. Wenn ich in Australien bin, vermisse ich euch. Menschen, die mich mein Leben lang begleitet haben oder auf Abschnitten. Jeder von euch hat mich geprägt. In Deutschland sind so viele Menschen, die mich blind lesen können ohne Worte. Ich lasse ein großes Stück von mir zurück. Vielleicht lebe ich eines Tages wieder in Deutschland - dann werde ich ein anderes großes Stück vermissen: den Kontinent, wo ich endlich gelernt habe, wer ich bin und was wirklich meine Stärken sind. Die unendliche Weite im Sonnenuntergang, die Kängurus vorm Fenster.

Bei uns ist es fast sieben Uhr morgens, bei euch schon Nacht. Ich bin nicht sicher wie lange dieser Blog noch bestehen wird, aber ich bin noch nicht bereit, diese Verbindung aufzugeben. Vielleicht kommen die Einträge nur noch alle 6 Wochen, irgendwann werdet ihr auch aufhören meine Tagebuch-Einträge lesen zu wollen. Erstmal lasse ich euch aber weiter teilhaben auf meiner Reise “Auf meinem eigenen Weg“.

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Sonntag, 15.04.2018 Zurück in Rankins Springs

Gut zwei Wochen bin ich jetzt schon wieder hier in Rankins Springs und ich kann euch gar nicht ausdrücken, wie gut es tut, endlich mal ein normales Leben mit Troy zu haben, ohne sich nur alle zwei Wochen zu sehen und dafür auch noch stundenlang im Auto zu sitzen. Ich bin am Donnerstag vor Ostern zurück gekommen. Leider hat sich meine Chefin mit dem Mädchen, das meine Stelle bekommen sollte, überhaupt nicht verstanden und andersrum genauso. Eigentlich schade, denn das hat die Stimmung in meinen letzten Tagen sehr angespannt gemacht. Am letzten Abend habe ich noch mein Spezial-Gericht für die Familie gekocht und war ehrlich gesagt einfach nur froh am nächsten Tag meine Sachen ins Auto zu werfen und zu verschwinden. Alle fragen jetzt, ob es mir denn nicht fehlt mit Pferden zu arbeiten, aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin richtig froh mal für eine Weile nicht diese riesige Verantwortung zu tragen. Speziell in den letzten Wochen auf der Farm ist jeden Tag irgendeine blöde Sache passiert, die nichts mit mir zu tun hatte. Aber trotzdem bin ich jeden Tag mit schlechtem Gefühl zur Arbeit gegangen, weil ich schon wusste, dass wieder irgendein Pferd lahm sein würde, oder aus seinem paddock ausgebrochen ist, oder sich am allgegenwärtigen Stacheldraht verletzt hat, oder oder oder. Dass so viele Dinge passieren liegt natürlich auch an der Größe des Anwesens. Es ist viel leichter eine kleine Weide in Deutschland gut einzuzäunen, als 400 Hektar in Australien. Zumindest erkläre ich es mir so. Vielleicht ist es aber auch einfach die viel entspanntere Einstellung der Australier zu generell allem. Oft sehr angenehm, in diesem Fall aber nun gar nicht. Übrigens habe ich hier auch nochmal gelernt, dass es wohl ein Mythos ist, dass Pferde und Rinder Wasser riechen können. Ich habe mich sehr gewundert, dass wir immer alle Tiere erstmal ans Wasser gebracht haben (meistens 2 km extra vom Zaun aus), aber Bill hat mir hinterher erzählt, dass ein Nachbar 400 Rinder verloren hat, weil er sie nur durchs Gate getrieben hat. Die armen Tiere sind am Zaun entlang gelaufen und haben das Wasser 500 m entfernt einfach nicht gefunden. Grauenvolle Vorstellung. 

Donnerstag vor Ostern bin ich abends hier in Rankins Springs angekommen und Freitag morgen sind Troy und ich an einen Fluss campen gefahren. Hier war auch der fire ban endlich vorbei. Über die Sommer-Monate ist es bei hoher Geldstrafe verboten, Feuer zu machen. Aber dieses mal haben wir ein Lagerfeuer gemacht, überm Feuer gekocht uuuund tatatata endlich auf den Button geklickt, der meinen Antrag fürs Visum abgeschickt hat. Kinder, was war ich aufgeregt. 7000$ und so viel zu beachten. Aber der erste Schritt von vielen ist gemacht. Ich werde Australien im Mai nicht verlassen.

Nach einem wunderschönen Wochenende sind wir Sonntag Abend wieder nach Hause gekommen und Dienstag morgen ging es für mich zur neuen Arbeit. Da es noch keinen Regen gegeben hatte, war der Job, für den ich eigentlich angestellt worden war noch nicht nötig und ich bin direkt mit zwei Kollegen auf ein riesiges Feld gefahren zum stick picking. Hier auf der Farm ist das immer ein 3 Personen Job: einer fährt das Auto, links und rechts an der Ladefläche ist je eine Metall-Stufe angebracht und zwei stehen darauf. Dann wird gefahren, Adleraugen aufgesperrt und auf die Fahrer-Kabine geklopft, sobald man einen Stock sieht. Abspringen während das Auto noch rollt, Stöcke aufs Auto werfen, aufspringen während es wieder rollt und weiter geht's. Das ganze bei 35 °. Anstrengend, aber irgendwie auch lustig. Natürlich ist nicht alles nach Plan gelaufen: nach 6 Stunden funktionierte die Lenkung plötzlich nicht mehr. Lenkstange (? Steering rack) abgebrochen. Zum Glück nicht bei 100 kmh. Also warten auf Hilfe und schon war der erste Tag vorbei. Am dritten Tag hatte ich bei der Ankunft einen Platten, aber bevor ich selber den Reifen wechseln konnte, hatten die Jungs auf der Farm ihn schon abgenommen, zum flicken ins 1,5 Stunden entfernte Griffith gebracht und montierten mir auch noch den Reserve-Reifen. Die Arbeit ist sehr anstrengend, aber ich genieße es sehr, wieder mit verschiedenen Menschen zu arbeiten und vor allem wieder meinen eigenen Haushalt zu haben und diesen mit Troy zu teilen. Ich bin ein Glückspilz, dass ich endlich was hier in der Nähe gefunden habe!

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Samstag, 17.03.2018 Der Herbst naht

Ach ist das schön! Wir hatten letzte Woche tatsächlich zwei Tage lang weniger als 30°C! Momentan sind wir wieder bei 38°, aber nachts kühlt es so ab, dass man schon fast lange Ärmel braucht bis es richtig hell ist. Und es gibt ab und zu Wolken! Der ewig blaue Himmel hier wird einem irgendwann langweilig. 

Susan wird langsam wehmütig angesichts der Tatsache, dass ich in etwa zehn Tagen schon abreise. Ich habe auch inzwischen eine Nachfolgerin für mich organisiert. Ein deutsches Mädchen, das wohl eine ziemlich gute Reiterin sein soll. Ich hoffe das bewahrheitet sich, ich war manchmal speziell mit den jungen Pferden einfach überfordert, weil Susan einfach nicht die Geduld hat mich ordentlich zu korrigieren und auch nicht die beste Lehrerin ist, wenn ich ehrlich sein soll. Trotzdem habe ich hier viel gelernt, ich bin gespannt wie “die neue“ es hier findet. Susan ist schon ganz genervt angesichts der Tatsache, dass sie wieder jemand neues anlernen muss, aber wenigstens bin ich die ersten Tage noch hier um ein paar Sachen zu zeigen. 

Vorgestern waren wir auf der anderen Seite der Farm unterwegs. Susan wollte nach ein paar Pferden dort sehen, ein paar Zähne aufstellen und Dinge für die Decksaison der Stuten vorbereiten. Wir sind so eine Weile durch die Gegend gefahren, bis mir irgendwann ein unangenehmer Geruch aufgefallen ist. Und schließlich Susan aufgefallen ist, dass das Auto völlig überhitzt war. Also 12 km vom Haus entfernt Auto stehen gelassen. Murphy's Gesetz brav folgend war dann auch der Handy-Service ausgefallen für die komplette Region. Wir sind ungefähr 1,5 Stunden gewandert, bis Susan's Mann angefangen hat nach uns zu suchen. Übrigends sind wir nicht einfach gewandert, wir haben hier angehalten um Unkraut auszurupfen, da angehalten um tote Bäume anzureißen und für Feuer zu stapeln. Verrückte Susan, aber wenigstens hat das Auto keinen Schaden genommen. 

Heute morgen bin ich noch zwei Pferde geritten, obwohl meine Wochenenden eigentlich frei sind. Ich hoffe noch, dass ich vielleicht zwei Tage früher als geplant abreisen kann, wenn das neue Mädchen auf Zack ist. Da es heute wieder sehr heiß ist bin ich in den Ort gefahren um endlich mal das Schwimmbad dort auszuprobieren, aaaber es war geschlossen. Wie alles andere auch nach zwölf. Also gab es nur ein Stück Kuchen und einen Kaffee und ich bin zurück in meinem Zimmer mit dem Food Channel! Leute, ich freue mich schon so wieder meine eigene Küche zu haben!! Vor allem Kuchen möchte ich endlich wieder backen. Ich habe hier so viel Inspiration gesammelt, Troy wird einiges essen müssen wenn ich wieder Zuhause bin :-)

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Dienstag, 06.03.2018 Ein Update vom Pferdeland

Oh wow, kann es wirklich schon März sein? In zwei Monaten habe ich 2-Jahres-Jubiläum. Hier auf der Farm läuft alles seinen gewohnten Gang, aber es gibt News die ich gerne mit euch teilen möchte. Ich habe einen Job ab nach Ostern auf der Farm von Troy's Nachbarn, knapp 30 Minuten Fahrt von unserem Haus. Ich werde einen kleinen Truck fahren, der die Chemikalien-Wasser-Mischung zum sprayer liefert. Die Farm ist so riesig, dass das ein Vollzeit-Job ist, weil ich entsprechend lange brauchen werde um zurück zur Farm zu kommen, um den Truck wieder zu füllen. Susan ist natürlich traurig, dass ich gehe aber hat mir versichert, dass ich jederzeit zurück kommen kann wenn es mir nicht gefällt. Aber ich kann es kaum erwarten wieder mit Troy zusammen zu wohnen und ein normales Leben zusammen zu führen. 

Hier auf der Farm ist wie überall die Sorge über das Wetter riesig. Da wir letztes Jahr eine schlimme Trockenzeit hatten und die Ernte überall eine Katastrophe waren, hofft jeder auf Regen. Nun, außer gestern und heute, weil wir die Schafe eingetrieben haben um sie freizuschneiden (das hintere Ende). Eigentlich wollten wir es Montag machen, hatten aber Sonntag gerade so viel Regen, dass der Boden immer noch staubig war, die Schafe aber zu nass. Also Plan für heute. Letzte Nacht offenbar wieder drei Tropfen Regen. Also morgen. Murphy's Gesetz greift hervorragend und alle sind genervt. Dafür bin ich aber gestern Abend mit einem beeindruckenden Schauspiel belohnt worden: der Himmel war sternenklar, nur eine große Wolke war in kleiner Entfernung. Und in der Wolke war die beeindruckendste Blitz-Show, die ich bisher erlebt habe. Man kann sich kaum vorstellen wie eine ganze Wolke erleuchtet wird im Sekundentakt als würde jemand große Taschenlampen ein und ausschalten. Australien hat einfach so viel zu bieten!!

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Samstag, 27.01.2018 Das Chaos geht weiter

Was ist der Vorteil, wenn alles schief läuft, was schief laufen kann? Ich habe endlich mal wieder ein bisschen Stoff für meinen Blog. Nach all den ereignislosen Wochen in Rankins Springs doch eine Abwechslung. Nur ein bisschen weniger Drama wünsche ich mir für den Rest der Zeit alleine auf der Farm.

Nachdem sich Safron verletzt hatte, habe ich die Wunde am nächsten Tag morgens versorgt. Es war alles ein bisschen geschwollen, aber nicht übermäßig. Trotzdem wollte ich spät abends nochmal nach dem Bein gucken. Ich bin also abends erstmal zum Haupthaus, habe angefangen Blumen zu gießen und ein paar Sachen zu erledigen, bis mir irgendwann Donner auffiel. Ein Blick zum Himmel: nach Wochen trocken und heiß war ein Gewitter im Anmarsch. Da ich in der Ferne schon Blitze sehen konnte und auch Regen (das sieht man hier wegen der Weite immer schon Stunden vorher) habe ich mich lieber direkt aufs Quad gesetzt um das Bein zu versorgen. Wer will schon bei Gewitter Quad fahren. Also los zum riesigen paddock. Keine Pferde zu sehen. Na ja, no worries. Die sind sicher am anderen Ende des paddocks. 5 Minuten später angekommen. Nope! Ok, irgendwo zwischen den Bäumen (mehr Donner, mehr Blitze, Himmel langsam schwarz). Also auf mit Vollgas Kreuz und quer über den paddock - keine Pferde. Langsam ernsthaft beunruhigt habe ich schonmal die zwei Tore kontrolliert, von denen ich wusste. Alles geschlossen. Hmm ok, zurück zum Hof, Auto geschnappt. Nach einer weiteren Viertel Stunde entlang des Zauns fand ich dann ein offenes Gate. Ich hatte Susan gefragt, bevor ich die Pferde auf diese Koppel gebracht hatte, ob ich irgendwelche Tore kontrollieren muss und sie sagte, dass alle geschlossen sind. Naja, deutliche Hufspuren haben zumindest schonmal die Richtung angezeigt. Da die Farm in die Richtung gut abgegrenzt ist und die Pferde nicht auf die Straße können haben Bill und ich in einem Telefonat beschlossen, dass ich die Pferde am nächsten Tag suche. Inzwischen war der Sturm im vollen Gange. Der Sand wurde so stark aufgewirbelt, dass ich teilweise nicht mal drei Meter weit gucken konnte. Also Tore Richtung Straße verschlossen, zur Sicherheit nochmal kontrolliert ob auch wirklich keine Pferde auf dem highway stehen und das ganze für den Tag abgehakt.

Das war wirklich einer der wenigen Abende, wo ich nichts mehr wollte, als ein entspannendes Bier. Also Roody angeschmissen, der sich eh langsam vernachlässigt fühlt und wir haben uns zusammen die 45 km zum Ort gekämpft. Und Leute, so einen Sturm habe ich noch nie erlebt. Sand überall, dann Starkregen, so dass rot brauner Sand-Matsch auf der Windschutzscheibe gelandet ist, wegen der schlechten Straßenqualität riesige Pfützen auf dem highway. Ich habe nach zehn Kilometern bereut überhaupt losgefahren zu sein, aber wollte dann doch nicht mehr umdrehen. Normalerweise halten solche Stürme hier auch nicht lange an. War auf jeden Fall eine aufregende Fahrt, aber für das Bier hat es sich auf jeden Fall gelohnt!

Am nächsten Morgen war quasi alles überschwemmt. Keine Chance mit dem Quad raus zu fahren um die Pferde zu suchen. Also erstmal Sturmschäden beseitigen, Äste und halbe Bäume vom Hof sammeln. Gegen Mittag bin ich dann losgefahren und habe die Pferde auch gefunden - aber schon von weitem habe ich gesehen, dass Safron lahmt. Das Bein dick angeschwollen, das Aussehen der Wunde beschreibe ich mal lieber nicht genau - für die empfindlichen Gemüter. Es war klar, Salbe reicht nicht und das Pferd muss zurück zum Hof. Ungefähr 6 km Weg, im Schritt. Es hat uns ungefähr 1,5 Stunden gekostet. Ich verbrannt, Safron frustriert weil wir die anderen Pferde zurück gelassen haben. Nun, zum Glück hat hier jeder Hof Antibiotika und ich habe ihr direkt eine Injektion verabreicht. Jetzt steht die Arme alleine in einem kleineren Yard und tut sich selber leid. Und ich hoffe inständig, dass das genug Action für die Zeit alleine hier war!!

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Donnerstag, 25.01.2018 Pferde... A never-ending story

Es sieht einfach so aus als käme ich von Pferden hier in Australien einfach nicht los. Da bin ich also wieder auf einer Getreide-Farm deren Hobby Pferde züchten ist. Fast wie in Pingrup, nur, dass es hier die Frau ist und die Pferde zumindest noch was anderes können als nur geradeaus rennen.

Hier auf der Farm werden Trakehner gezüchtet (sportliche Warmblut-Pferde, für die nicht sachkundigen). Susan, meine Chefin ist im Geschäft jetzt seit 20 Jahren dabei und nimmt die Ausbildung ihrer Pferde sehr ernst. Mein Vorteil ist definitiv, dass ich hier reiterlich noch richtig was lernen kann, da wir meistens zusammen reiten und sie mich korrigiert wenn ihr was auffällt. Es ist schön, mal wieder Pferde zu reiten, die ich versammeln kann und wo ich mich nicht nur wie ein Passagier fühle. Allerdings sind die Pferde die ich hier reite alle im Alter von 3,5-5, also noch sehr jung und die Verantwortung ist dadurch relativ hoch. Meistens reite ich jeden Morgen 2-3 Pferde und erledige danach noch ein paar andere Aufgaben. Momentan ist Kakteen töten hoch im Kurs. Die wachsen hier in diesem Klima sehr gerne und werden von den Kängurus in alle Bereiche der Farm verbreitet. Momentan versuchen wir so viele davon wie möglich zu eliminieren - und ja, das ist so stachelig wie es sich anhört. Langsam habe ich den Dreh raus und berühre die Kakteen nicht mehr mit den Händen, sondern nur noch mit einer Schaufel, aber diese Erfahrung hat mich definitiv viel Zeit mit Pinzette gekostet. Ich will mir gar nicht vorstellen wie es den armen Pferden ergeht, wenn sie mal aus versehen in einen Kaktus laufen.

Der dritte große Job der mich momentan beschäftigt ist Stöcke einsammeln. Auf den Feldern hier stehen immer einige Bäume und jedes Jahr werden einige davon verbrannt oder gefällt. Übrig bleiben jede Menge Stöcke, Äste und kleine Holz-Stücke die, wenn sie bei der Ernte in die Ernte-Maschine geraten, großen Schaden anrichten können. Also fahre ich momentan jeden Tag für ein paar Stunden mit Quad und Anhänger auf das Feld und sammle Stöcke. Meistens übrigens im Bikini, weil eh keiner vorbei kommt und ich die Zeit zumindest zum bräunen nutzen kann. Ich bin schon wieder so braun, dass mir jeder Aboriginal-Wurzeln unterstellt.

Seit gestern Nachmittag bin ich jetzt für eine Woche alleine auf der Farm. Die Familie ist auf einer Hochzeit in Sydney. Gestern Abend ist mir leider noch ein kleines Drama passiert, dessen Ausmaß wahrscheinlich nur die Pferde-Leute hier nachvollziehen können. Susan hatte mich gebeten, die Pferde die wir normalerweise reiten auf einen anderen paddock zu bringen, wo ein bisschen mehr Futter wächst. Die Pferde kennen es neben dem Quad zu laufen und im Prinzip musste ich nur durch ein Tor, das direkt in den nächsten paddock führte. Allerdings hatte Susan mich gebeten, eins der Pferde bis zur Wasserstelle zu führen, weil der paddock mit 4x5 km ziemlich groß ist und eben nur eine davon hat. Nun, gesagt, getan. Eins der Pferde mit Halfter ausgestattet, die anderen liefen uns brav hinterher. Aber als wir auf den neuen paddock gekommen sind, sind alle Pferde gleichzeitig und so unerwartet losgerannt inklusive bocken und steigen, dass es für die kleine Stute die ich führte auch kein halten mehr gab. Sie hat sich losgerissen und los ging es im Renngalopp. Ich bin tausend Tode gestorben. Hier verwendet man keine Panik-Haken wie in Deutschland, die sich bei einem starken Ruck öffnen, sondern Knoten-Halfter, die solide mit dem Führstrick verbunden sind. Ein Pferd kann sich ohne weiteres das Genick brechen, wenn es im vollen Galopp auf den Strick tritt. Als ich Safron endlich wieder in die Finger gekriegt habe hatte der Strick an den vorderen Beinen schon fiese Verbrennungen verursacht und auch einen tiefen Schnitt. Ich fahre jetzt also zweimal am Tag raus und suche die Pferde auf diesem riesigen paddock und behandle die Verletzungen. Zum Glück scheint es nur oberflächlich zu sein. Aber jeder kann sich wohl den Horror vorstellen, wenn so etwas ausgerechnet passiert wenn die Besitzerin gerade erst weg gefahren ist. Susan hatte allerdings ein mindestens so schlechtes Gewissen wie ich. Drückt mir bitte die Daumen, dass dieses das einzige Drama für diese Woche bleibt.

Hier sind übrigens momentan fast jeden Tag 40-43°, wenn es mal 36° sind fühlt es sich fast kühl an. Allerdings haben wir zumindest sehr trockene Luft, was es deutlich angenehmer als Rankins Springs macht.

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Donnerstag, 11.01.2018 So schön ist das Meer nun auch wieder nicht

Meine Lieben, ich habe Ulladulla verlassen. Die Zustände bei Blake waren einfach sehr chaotisch und zudem hat er immer mehr meine Stunden hinterfragt. Hat mir zum Beispiel eine Liste mit Aufgaben gegeben, die ich bearbeiten sollte während er nicht da war und hat dann diskutiert, ob ich auch wirklich diese Anzahl von Stunden dafür gearbeitet habe. Und das, obwohl ich selbst damit noch nicht mal auf eine halbe Stelle gekommen bin - und er hat mich die 700 km nach Ulladulla geholt mit dem Versprechen, dass es eine Vollzeit-Stelle ist. Dazu eine sehr unangenehme Art einem sehr nah zu kommen, auf die ich hier gar nicht weiter eingehen will. Zu guter Letzt habe ich auch noch eine Mail von meiner Vorgängern gefunden, die sich an die Organisation fair Work gewendet hat, nachdem er sie erstens 5 Wochen nicht bezahlt hatte und zweitens auch ihr eine Vollzeit-Beschäftigung versprochen hatte und es nicht erfüllen konnte. 

Ich habe abends mit ihm dann nochmal über meine Stunden gesprochen und ausgedrückt, dass ich keine 300$ pro Woche Miete zahlen kann, wenn ich nur 500$ verdiene. Erst erklärte er mir dann, dass ich mir keine Sorgen machen soll, weil doch im Zweifel mein Freund für mich zahlen kann. Und als ich ihn aufklärte, dass ich keinen Job 8 Stunden entfernt habe um dann meinen Freund für mich bezahlen zu lassen fing er an zu jammern, dass so viele Leute ihm Geld schulden und er jetzt einfach knapp wird. Außerdem hätte er ja auch seine Enkel die nächsten drei Tage und eigentlich keine Arbeit für mich (ich muss wahrscheinlich nicht erwähnen, dass ich schon eine Woche vorher als die Enkel das erste mal erwähnt wurden gefragt habe, ob das Auswirkung auf meine Arbeitszeiten hat - ne er, keine Sorge!!). Im Endeffekt haben wir uns geeinigt, dass ich frühzeitig abreise. Mit einer Wut im Bauch, kann ich euch sagen. Dieser ganze Trip hat mich mehr Geld gekostet, als ich verdient habe. Ich habe natürlich tolle Sachen gesehen, es war schön am Meer zu sein, ich habe einiges über Marketing und wohltätige Organisationen gelernt. Aber mein Hauptziel war Geld zu verdienen und das habe ich auch im ersten Gespräch direkt gesagt. Es lässt sich nicht ändern, aber durch die ganze Aktion habe ich wieder einen Monat meiner wertvollen verbleibenden Zeit in Australien verloren.

Ich bin also von Ulladulla zurück nach Rankins Springs zu Troy gefahren. Habe eine Anzeige aufgegeben, mich im Pub vorgestellt, aber keiner hatte eine Vollzeit-Stelle verfügbar, jeder will immer nur jemanden für ein paar Stunden. Wir sind über Weihnachten zu Troys Familie gefahren und das war auch wichtig und gut, weil wir ja planen, nächstes Jahr diese Zeit in Neuseeland zu sein. Währenddessen habe ich nach Stellen geguckt und eine Anzeige gefunden. Manager/Koch für ein fine dining restaurant in Rankins Springs. Nun, wir haben einen Pub in Rankins Springs, in dem ich mich vorgestellt hatte und einen General store, der Post Office, fast food takeaway und ein paar Artikel für den Haushalt in sich vereint. Nach kurzem nachfragen beim Besitzer ging es tatsächlich um diesen kleinen Shop. Er wollte mit mir sprechen wenn ich zurück bin. Klang wirklich, als hätte er einen Job für mich und wir kannten uns auch schon. Also natürlich keinen anderen Job angenommen - Rankins Springs ist 26 km von unserer Farm. Näher geht es nicht. Neujahr zurück im Auto. Mail an Phani, den Besitzer, dass ich abends vorbei kommen könnte. Nein, er würde erst abends aus Sydney zurück kommen. Dienstag morgen, weil er auch früh nach Griffith müsste. Ok, Dienstag morgen acht Uhr da - kein Phani, der wäre noch in Sydney. Ok Phani entschuldigte sich, sagte Mittwoch morgen. Mittwoch morgen im Auto, Telefon hatte über Nacht keinen Empfang gehabt. Nach 20 km erstes mal Empfang, Mail von Phani: Sorry, bin noch in Sydney. Wieder ein Tag verloren. Also Mittwoch Abend, diesmal mit einem brodelnden Troy im Auto. Rein in den Shop, Phani war tatsächlich da und erklärte mir, die Stelle im Laden wäre nicht mehr zu haben. Er wolle mit mir über eine Stelle in Griffith sprechen (100 km), wo er gerade ein Büro für visa Beratung eingerichtet hätte und er will mich als Manager. Halbzeit Stelle. Oh man, ich habe einen Tag zur Probe gearbeitet und es handelt sich um ein winziges Büro wo es noch nicht mal Möbel gab. Das Büro war gerade erst eröffnet. Und im Grunde wollte er, dass ich mich verpflichte ihn für unser Partner Visum zu engagieren und mich für Jahre an ihn binde. Die Möglichkeit, das Visum zu bekommen ist natürlich verlockend, aber nachdem ich bei Blake nicht auf die Alarmglocken in meinem Bauch gehört hatte, habe ich mich gegen diesen Job entschieden.

Also eine Bewerbung nach der anderen abgeschickt. Ich werde jetzt am Sonntag zu einem Warmblut-Pferde-Gestüt aufbrechen. Die haben mit meinem Boss aus Western Australia gesprochen und wollten mich unbedingt haben. Ich hoffe so sehr es ist nicht nochmal ein Reinfall. In gut drei Monaten läuft mein Visum aus und ich muss einfach so viel Geld ansparen wie möglich, wenn es eine Zukunft für Troy und mich geben soll.

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Sonntag, 10.12.2017 Zurück am Meer

Ich schulde meinem Blog mal wieder ein Update. Nachdem das Chaser bin driving zwar unsagbar lustig war, aber durch die schlechte Ernte bedingt nicht besonders lukrativ, war es für mich an der Zeit mir eine neue Stelle zu suchen. Und wie immer, wenn ich keine Einschränkung bezüglich der Lokalisation habe, hatte ich schon einen Tag, nachdem ich eine Anfrage online gestellt hatte, einen neuen Job. Ich bin jetzt in Ulladulla (heißt wirklich so), ein kleiner Ort direkt am Meer in der süd-östlichen Ecke Australiens. Ich bin hier angestellt als Personal Assistant für einen Steuerberater, der nebenher noch ein Projekt betreibt, das unterdrückten Frauen helfen soll auf eigenen Beinen zu stellen und auch Männern helfen soll zu lernen, wie sie auf Gewalt im Umgang mit Frauen verzichten können. Grundsätzlich ein sehr erstrebenswerter Job und auch gut bezahlt. Leider ist Ulladulla ein Touristenmagnet und dadurch geht ein Großteil meines Lohns schon für die Unterkunft drauf. Mein Chef und ich haben eine Probezeit bis Weihnachten ausgemacht, bisher ist meine Tendenz aber eher, nach Weihnachten was neues zu suchen. Zwar ist es unfassbar schön hier (meine Unterkunft ist 100 m vom Strand entfernt), aber mein Hauptkriterium liegt momentan darin, möglichst viel Geld zu verdienen und da ist eine so teure Gegend einfach hinderlich. Ich versuche in der Zwischenzeit hier alles mitzunehmen, was sich lohnt. Heute zu Beispiel bin ich in einen nahen Nationalpark gefahren, der ein paar ganz schöne Wege zum Wandern hat und vor allem atemberaubende Strände. Das Wasser hier unten im Süden ist ähnlich wie damals in Westaustralien ganz klar und türkis und die Strände strahlend weiß. Sogar Delphine habe ich schon gesehen. Als Belohnung für den langen Spaziergang und das stundenlange Sonnenbaden habe ich jetzt natürlich den schlimmsten Sonnenbrand seit ungefähr einem Jahr, aber es hat sich gelohnt. Die salzige Meerluft, der Geruch der sprißenden Blumen nach dem letzten Regen. Es ist unbezahlbar!!

Aber der neue Job wäre natürlich kein Abenteuer, wenn nicht auch ein bisschen Drama dabei wäre. Nachdem ich Roody, mein Auto, an meinem ersten Tag in den höchsten Tonen gelobt habe, sprang er am nächsten Morgen nicht an. Blöd deshalb, weil mein Chef auf Geschäftsreise war und ich für einen Termin im Büro sein musste. Also Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt und jemanden für Starthilfe organisiert. Leicht verspätet zur Arbeit (dass der Termin nicht erschienen ist, ist wahrscheinlich nicht erwähnenswert), irgendwann wieder nach Hause. Nächster Morgen, gleiches Spiel. Diesmal kam mein Chef um mir Starthilfe zu geben und diesmal brauchte es 10 min, bis Roody sich überhaupt überreden ließ, die Starthilfe anzunehmen. Naja, ihr denkt euch das Ergebnis schon: eine neue Batterie war fällig, aber wenigstens kann ich jetzt wieder ruhig schlafen und weiß, dass das Auto zuverlässig anspringt. Ein bisschen ironisch ist es aber wohl schon, dass das Auto 3 Monate auf einer Farm ist, wo sowohl Batterie günstig hätte organisiert werden können als auch Troy sie natürlich ohne Probleme eingebaut hätte. Aber wie gesagt, ein bisschen Abenteuer braucht es wohl dann doch!

An Weihnachten fahren Troy und ich zusammen nach Victoria zu seiner Familie und verbringen da auch Silvester. Wie das Abenteuer danach weitergeht erzähle ich euch beim nächsten Mal :-)

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